Dienstag, 19. Juli 2011
boombox yoga
Letzten Freitag erschien die neue Single Automatic der Beatsteaks und seitdem triumphiert der Geist der Band endgültig über die Materie. Aber schaut selbst:
Die acht Stufen nach Patanjali
Wie ich bereits hier kurz erwähnt habe, besteht Raja-Yoga aus insgesamt 8 Stufen, weshalb dieser Yoga-Pfad auch unter der Bezeichnung Ashtanga-Yoga (Ashtanga = acht Glieder) bekannt ist. Dieses 8-stufige Yogasystem aus Philosophie und Übungen dient dazu die absolute Kontrolle über den Geist zu erlangen und wurde lange Zeit mündlich von eingeweihten Lehrern an ihre Schüler übermittelt bevor es erstmals von dem Rishi Patanjala vor über 2.000 Jahren in den Yoga-Sutras niedergeschrieben wurde. Die einzelnen Stufen bauen aufeinander auf und führen schrittweise zu Samadhi - die Erfahrung der Glückseligkeit und der Verschmelzung mit dem Universum.
Stufe 1: Yamas - das Verhältnis zur Umwelt
Die Yamas enthalten insgesamt fünf ethische Regeln und stellen eine Art Verhaltenskodex im Yoga dar. Gemeinsam mit den Niyamas der zweiten Stufe stellen die Yamas die Grundlage für ein Leben in Glück und Leichtigkeit dar.
Stufe 2: Niyamas - das Verhältnis zu sich selbst
In den fünf Niyamas sind die Regeln zum Umgang mit sich selbst festgeschrieben. Dabei geht es vor allem um die äußere und innere Selbstzucht, durch die wir Wohlbefinden in unserem Inneren schaffen können:
Stufe 3: Asanas - die Yoga-Haltungen
Die Körperübungen des Hatha-Yoga sind hier bei uns in der westlichen Welt oft das was uns als Erstes einfällt, wenn wir das Wort Yoga hören. Nach Patanjali sind die Asanas aber nur eine Stufe des achtgliedrigen Pfads. Sie dienen vorrangig der Reinigung des Körpers und der Vorbereitung auf die Zeit der Meditation und sollen Köper, Geist und Seele in Einklang und Harmonie bringen.
Stufe 4: Pranayama - die Atemlenkung
Der Begriff Prana steht für den Atem, das Leben und die Energie. Wenn man so will geht es beim Pranayama nicht nur um die reine Atemlenkung sondern vielmehr um die Beherrschung der Lebensenergie. Dabei sollen durch die verschiedene Atemübungen der mentale Fokus geschärft und das Bewusstsein erweitert werden.
Stufe 5: Pratyahara - das Zurückziehen der Sinne
Durch das Zurückziehen der Sinne können wir Ablenkungen von außen gegensteuern und während den Übungen ganz in unserem Inneren verweilen. Dabei nehmen wir die Umwelt zwar noch wahr, schenken ihr aber keine weitere Aufmerksamkeit. So gesehen ist Pratyahara eine Art Zustand des Nichtreagierens auf äußere Reize.
Stufe 6: Dharana - die Konzentration
Durch das Üben von Pratyahara bereiten wir uns auf die sechste Stufe des achtgliedrigen Pfads vor - die volle Konzentration auf eine Sache. Nachdem wir uns also von den äußeren Reizen losgesagt haben, können wir unsere ungeteilte Aufmerksamkeit willentlich auf einen einzigen Punkt im Körper, ein Mantra, einen Gott oder die Leere richten.
Stufe 7: Dhyana - die Meditation
Unter Dhyana wird ein reiner Beobachtungsakt verstanden, in dem sich das Ego vollkommen auflöst. Bei der Meditation ist unser Geist so beruhigt, dass wir keinen Gedanken mehr produzieren und einen Zustand der Zeitlosigkeit und der kosmischen Verbundenheit erfahren können.
Stufe 8: Samadhi - die Verschmelzung
Samadhi ist die höchste Stufe des achtgliedrigen Pfads und umschreibt den glückseligen Zustand der Erleuchtung. Wenn man Samadhi erreicht hat, geht man vollkommen in dem Objekt der Meditation auf und realisiert die Verbundenheit mit dem Göttlichen und allen Lebewesen.
Stufe 1: Yamas - das Verhältnis zur Umwelt
Die Yamas enthalten insgesamt fünf ethische Regeln und stellen eine Art Verhaltenskodex im Yoga dar. Gemeinsam mit den Niyamas der zweiten Stufe stellen die Yamas die Grundlage für ein Leben in Glück und Leichtigkeit dar.
- Ahimsa - das Nichtverletzen bzw. die Gewaltlosigkeit. Das Prinzip Ahimsa umfasst allerdings nicht nur das Unterlassen von physischen Verletzungen sondern auch auch das Unterlassen von Gefühlen der Verachtung, unbegründeten Vorurteilen, verletzenden Worten oder haßerfüllten Gedanken. Ebenso steht Ahimsa nicht bloß für die passive Gewaltlosigkeit sondern vielmehr für die Entwicklung einer positiven und liebevollen Geisteshaltung in der keine Form der Feinschaft existiert.
- Satya - die Wahrhaftigkeit. Satya bedeutet, dass wir stets die Wahrheit sagen sollen; es sei denn die Wahrheit würde jemanden verletzen. Aber auch uns selbst gegenüber sollten wir stets aufrichtig sein und uns unangenehme Wahrheiten eingestehen anstatt uns die Dinge schön zu reden.
- Asteya - das Nicht-Stehlen. Mit Asteya ist der Respekt vor dem materiellen und geistigem Eigentum anderer gemeint. Wir sollten uns also nicht mit fremden Federn schmücken - egal ob es sich hierbei um Gegenstände, Taten oder Gedanken handelt.
- Brahmacharya - die Mäßigung. In manchen Schulen des Yoga wird Brahmacharya als sexuelle Enthaltsamkeit interpretiert. Man kann das Prinzip der Enthaltsamkeit aber auch als Mäßigung in allen Dingen auslegen, sodass wir uns nicht in Sinnesfreuden verlieren und unser Handeln stets dem Streben nach Weisheit dient.
- Aparigraha - die Entsagung der Besitzgier. Wenn wir begehren, wollen wir etwas unbedingt haben. Wir denken darüber nach, wie wir das Objekt der Begierde bekommen können. In manchen Fällen kann das dann auch zu unehrenhaftem Verhalten oder sogar zu Diebstahl führen. Aber selbst dann, wenn wir das Objekt der Begierde unser Eigen nennen, müssen wir in der Angst leben es wieder zu verlieren. Durch die Entsagung der Besitzgier können wir Freiheit von alldem erlangen.
Stufe 2: Niyamas - das Verhältnis zu sich selbst
In den fünf Niyamas sind die Regeln zum Umgang mit sich selbst festgeschrieben. Dabei geht es vor allem um die äußere und innere Selbstzucht, durch die wir Wohlbefinden in unserem Inneren schaffen können:
- Saucha - Der Begriff Saucha steht für die innere und äußere "Klarheit" und "Reinheit". In Europa ist es selbstverständlich, dass wir unseren Körper und unsere Umgebung pflegen und sauber halten. Doch um Glück und Harmonie zu erzielen, müssen wir auch darauf achten, dass unser Inneres sauber und rein ist. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Gedanken disziplinieren, gesunde Beziehungen pflegen und auf unsere Nahrung (auch im geistigen Sinne) achten.
- Santosha - Santosha ist das Gebot der Zufriedenheit. Nur wer mit sich und seiner Umwelt zufrieden ist, kann auch glücklich sein. Das Gebot Santosha weist uns darauf hin, dass wir das Leben so annehmen und akzeptieren sollten, wie es jetzt gerade in diesem Moment ist. Die Kunst besteht darin, sich über das bislang Erreichte in unserem Leben zu freuen und evtl. Rückschläge oder Misserfolge gelassen hinzunehmen. Denn oft sind es gerade die vermeintlichen Widrigkeiten, die wichtige Erfahrungen für uns bergen, durch die wir wachsen und uns entwickeln können.
- Tapas - Tapas kann mit "Hitze" übersetzt werden und steht für die Disziplin oder die Entschlossenheit, die wir unseren Übungen zu Grunde legen. Denn nur durch entschlossenes Handeln und eine glühende Begeisterung können wir unsere Ziele erreichen und Kontrolle über unseren Körper, unseren Verstand und unsere Emotionen erlangen.
- Swadhyaya - Swadhyaya steht für das Studium des Selbst und der heiligen Schriften. Im Mittelpunkt stehen die Fragen "wer bin ich?", "was tut mir gut?" und "was schadet mir?". Das Studium der heiligen Schriften, z. B.der Yoga-Sutras, unterstützen dabei diesen Selbstfindungs- und Lernprozess.
- Ishvara Pranidhana - Beim letzten Niyama geht es um das Vertrauen in eine höhere Macht. Wir müssen erkennen und akzeptieren, dass sich viele Dinge unserem Einfluss entziehen. Ishvara Pranidhana meint damit das Loslassen dieser Dinge und die Entwicklung einer Art Gottvertrauen.
Stufe 3: Asanas - die Yoga-Haltungen
Die Körperübungen des Hatha-Yoga sind hier bei uns in der westlichen Welt oft das was uns als Erstes einfällt, wenn wir das Wort Yoga hören. Nach Patanjali sind die Asanas aber nur eine Stufe des achtgliedrigen Pfads. Sie dienen vorrangig der Reinigung des Körpers und der Vorbereitung auf die Zeit der Meditation und sollen Köper, Geist und Seele in Einklang und Harmonie bringen.
Stufe 4: Pranayama - die Atemlenkung
Der Begriff Prana steht für den Atem, das Leben und die Energie. Wenn man so will geht es beim Pranayama nicht nur um die reine Atemlenkung sondern vielmehr um die Beherrschung der Lebensenergie. Dabei sollen durch die verschiedene Atemübungen der mentale Fokus geschärft und das Bewusstsein erweitert werden.
Stufe 5: Pratyahara - das Zurückziehen der Sinne
Durch das Zurückziehen der Sinne können wir Ablenkungen von außen gegensteuern und während den Übungen ganz in unserem Inneren verweilen. Dabei nehmen wir die Umwelt zwar noch wahr, schenken ihr aber keine weitere Aufmerksamkeit. So gesehen ist Pratyahara eine Art Zustand des Nichtreagierens auf äußere Reize.
Stufe 6: Dharana - die Konzentration
Durch das Üben von Pratyahara bereiten wir uns auf die sechste Stufe des achtgliedrigen Pfads vor - die volle Konzentration auf eine Sache. Nachdem wir uns also von den äußeren Reizen losgesagt haben, können wir unsere ungeteilte Aufmerksamkeit willentlich auf einen einzigen Punkt im Körper, ein Mantra, einen Gott oder die Leere richten.
Stufe 7: Dhyana - die Meditation
Unter Dhyana wird ein reiner Beobachtungsakt verstanden, in dem sich das Ego vollkommen auflöst. Bei der Meditation ist unser Geist so beruhigt, dass wir keinen Gedanken mehr produzieren und einen Zustand der Zeitlosigkeit und der kosmischen Verbundenheit erfahren können.
Stufe 8: Samadhi - die Verschmelzung
Samadhi ist die höchste Stufe des achtgliedrigen Pfads und umschreibt den glückseligen Zustand der Erleuchtung. Wenn man Samadhi erreicht hat, geht man vollkommen in dem Objekt der Meditation auf und realisiert die Verbundenheit mit dem Göttlichen und allen Lebewesen.
Sonntag, 19. Juni 2011
Die vier klassischen Pfade des Yoga
Yoga beinhaltet vier spirituelle Hauptpfade, die den unterschiedlichen Veranlagungen, Interessen und Temperamenten der Menschen gerecht werden. Dabei führen alle Pfade zum gleichen Ziel: der Vereinigung der Seele mit dem Göttlichen.
Bhakti-Yoga // die bedingungslose Hingabe
Bhakti-Yoga ist der Pfad von Liebe und Hingabe an das Göttliche. Dieser Pfad ist besonders für emotionale und gefühlvolle Menschen geeignet. Im Mittelpunkt steht die Vereinigung mit der unendlichen, universellen Liebe. Durch die Läuterung des Herzens werden egoistische Aspekte, wie z.B. Eifersucht, Hass, Zorn, Lust, Stolz und Arroganz beseitigt. Die Techniken dieses Pfads sind u.a. Mantra Yoga, Yantra Yoga und die tägliche Puja.
Karma-Yoga // das selbstlose Handeln
Karma-Yoga ist vor allem für aktive und handlungsorientierte Personen geeignet. Dieser Pfad konzentriert sich auf die selbstlose Handlung. Der Karma-Yogi läutert seinen Geist indem er bewusst und ohne jegliche Anhaftung an die möglichen Früchten einer Handling dem Göttlichen dient. Durch das Loslassen der Früchte einer Handlung wird das Herz von Egoismus und der Fixierung auf das Eigeninteresse gereinigt.
Jnana-Yoga // die höchste Erkenntnis
Jnana-Yoga ist der intelektuelle Pfad der Weisheit bzw. des Wissens. In diesem anspruchsvollen philosophischen Bereich des Yoga steht die Selbsterkenntnis im Fokus. Um diesen Weg erfolgreich beschreiten zu können, benötigt der Praktizierende eine ausgeprägte Willensstärke und einen hohen Intellekt. Die Haupttechniken sind Meditationen über die Fragen "Wer bin ich?", "Woher komme ich, woher kommt diese Welt?", "Was ist der Sinn des Lebens?", "Was ist wirklich und was ist unwirklich?" usw.
Raja-Yoga // die Verschmelzung mit dem kosmischen Mental
Raja-Yoga ist der Pfad der körperlichen und geistigen Kontrolle. Er wird oft auch als Königsweg bezeichnet, da er die gesamte Yogapraxis von den Asanas und dem Pranayamas bis zu den Mantras und den verschiedenen Arten der Meditation umfasst. Im Raja-Yoga existieren acht Stufen, die aufeinander aufbauen. Aus diesem Grund dienen die Asanas im Raja-Yoga auch hauptsächlich dem Erlernen der richtigen Sitzhaltung, um die späteren Stufen korrekt ausführen zu können. Die letzte Stufe und somit das Ziel des Raja-Yoga ist Samadhi, das Ende jeglichen Bemühens, Sinnens und Trachtens.
Samstag, 18. Juni 2011
SoulTunes: massive attack - what your soul sings
Musik bedeutet für mich Leben, denn Musik berührt mein Herz und ich liebe es, wenn ich den Tag mit einem passenden Soundtrack untermalen kann. Dabei variieren meine Vorlieben für eine bestimmte Richtung oder Künstler je nach Stimmungslage. Manchmal genieße ich es auch mich ganz bewusst mit einem Song, der sich in mein Herz eingebrannt hat, in frühere Zeiten zurückzuversetzen. Dann ist es geradezu so als wäre meine Musiksammlung eine Art kleine Zeitmaschine, in der die schönsten Momente meines bisherigen Lebens konserviert und zu jeder Zeit abrufbar sind.
Aber auch wenn ich meine Yoga-Matte ausbreite und mich den verschiedenen Asanas hingebe, spielt Musik für mich eine wichtige Rolle. Dann wähle ich am Liebsten ruhige Klänge, die mir ein positives Gefühl vermitteln, meinen Geist beruhigen und mich in andere Sphären tragen. Ein Song der sich aktuell auf meiner Yoga-Playlist befindet und das absolut mühelos schafft ist zum Beispiel what your soul sings von massive attack. Love it!
yoga - more than just gymnastics
Yoga-Kurse gibt es heutzutage wie Sand am Meer. In Europa und Nordamerika wird Yoga jedoch häufig auf die anmutig wirkenden Verrenkungen reduziert. Und so erinnern einige Angebote doch stark an die altbekannte Gymnastikstunde, zu der man sich einmal in der Woche trifft, um den Körper jung und geschmeidig zu halten. Wer allerdings etwas tiefer in das Thema eintaucht, wird schnell feststellen, dass Yoga richtig praktiziert viel mehr zu geben hat.
Der Begriff Yoga entstammt dem Sanskrit, der heiligen Sprache der Veden, und lässt sich sinngemäß mit "Vereinigung", "Integration" oder auch "Anschirren" übersetzen. Yoga als eine altindische praktische Form der Philsophie bezieht sämtliche Wesensaspekte des Menschen ein und strebt die Harmonisierung von Körper, Geist und Seele an. Gleichwohl steht Yoga aber auch für die Vereinigung des individuellen mit dem universellen, unendlichen Bewusstsein sowie der vollkommenen Beherrschung der Sinne und Triebe, um den unruhigen Geist unter Kontrolle und zur Ruhe zu bringen. Um diese Ziele zu erreichen übt sich der Yogi in bestimmten Körper- und Atemübungen, der Meditation und führt ein Leben nach bestimmten yogischen Werten und Prinzipien.
Für diejenigen, die Yoga ganzheitlich verstehen und darin nicht nur eine weitere sportliche Aktivität sehen, mit der sich ein schöner Körper formen lässt, kann Yoga also viele Schätze bergen. Denn mit der richtigen Geisteseinstellung und einer regelmäßigen Praxis kann nicht nur der allgemeine Gesundheitszustand und die persönliche Fitness verbessert, sondern auch Freiheit, Frieden und die Einheit mit dem Sein erfahren und erlangt werden.
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